Genau so gern auf dem Bock
wie in der Backstube

Rudolf Jung
RUDOLF JUNG | INHABER

Für ihn sind die Touren und der persönliche Kontakt zu den Kunden
das Schönste an seinem Beruf.

„Schon seit 1615 sind wir Müller und mahlen seit 1889 in unserer Mühle in Westerburg. Ich bin der erste Bäcker in der Familie – und weit und breit der erste Bäcker, der mit seinem eigenen Mehl backt. Meine Großeltern und ich haben damals die Backwaren mit einem Daimler Benz Pritschenwagen ausgeliefert. Meine Mutter nannte man „Wilde Lotte“, weil sie so flott unterwegs war. Wenn wir an der Haustüre geklingelt haben, haben sich die Menschen gefreut. Die Touren waren für mich immer das Schönste an meinem Beruf. Wenn wir gekommen sind, haben sich die Menschen gefreut. Man hatte eine enge Bindung zu den Familien, wir gehörten dazu und haben mit ihnen sogar zusammen Mittag gegessen. Wenn ich die Bäckerei nicht hätte, würde ich LKW fahren, auf`m Bock sein und die Kontrolle über 40 Tonnen haben – und dann bis nach Asien oder mit Zitronen aus Sizilien über den Brenner fahren.“

Mein Antrieb

„Das Mühlenrad steht für meinen Antrieb. Ich kann nicht halbgut, ich gebe immer 100 %. Spitzen Backwaren, tolle Kundenfrequenz, starker Warendruck – das macht eine gute Bäckerei aus. Aber immer auf dem Boden bleiben! Ich bin kein Prahlhans, denn ich komme aus einfachen Westerwälder Familienverhältnissen. Wir dürfen nie so abgehoben werden wie ein Konzern. Wir sind und bleiben ein handwerklicher Familienbetrieb.“

Mein Stück heimat

„Viele Erinnerungen an die Zeiten, als ich noch selbst über die Dörfer gekutscht bin. Die Touren und der persönliche Kontakt – das sind für mich die tollen Nebenprodukte der Bäckertätigkeit. Und natürlich unsere Mühle: Ich kann nicht schlafen, wenn die Mühle nicht läuft.“

Rudolf Jung Unterschrift
– Rudolf Jung –

Wusste schon immer, was sie wollte

VERENA MOSER | MARKETING UND VERTRIEB

Hat mit neun Jahren schon mit Oma im Laden verkauft.

„Ich habe immer gerne und viel gearbeitet und mit neun Jahren im Laden bedient. Natürlich habe ich auch den großen Abenteuerspielplatz in der Mühle und Backstube genutzt oder in Omas Schuppen gespielt, wo ich heimlich Katzenbabys versteckt habe. 10 Jahre konnte ich Erfahrung in verschiedenen Unternehmen in der Industrie und Systemgastronomie sammeln. Ich habe dort viel gelernt und habe versucht mir von jedem das Beste anzueignen. Nach meinem dualen BWL-Studium habe ich mich auf den Bereich Personal/Orga konzentriert. Ich wusste schon immer, was ich wollte – da bin ich ziemlich stur.“

Mein Antrieb

„Ich finde Autos schön, die viel PS haben, man es ihnen aber nicht ansieht. Wir haben eine geniale Mannschaft – Leute, die wir selbst ausbilden durften und die Spaß haben diese Stärke mit uns auf die Schiene zu bringen. Es gibt viele Leute im Team, die etwas besser können als ich, aber ich sorge dafür, dass sie für mich arbeiten. Das macht mich zu einem guten Personaler. Mein großes Ziel ist es, dass unser Betrieb finanziell unabhängig bleibt, damit wir weiter in unsere Zukunft investieren können.“

Mein Stück heimat

„Jeden Tag mit Spaß und Lust zur Arbeit gehen und mir die Leute, mit denen ich arbeite, selbst aussuchen.“

– Verena Moser –

Im Brotkorb neben
dem Ofen geschlafen

MARTIN JUNG | INDUSTRIEKAUFMANN

Liebt vertraute Geräusche, die Arbeit mit Teig und den Duft von frischgebackenem Brot.

„Schon als Kind habe ich es geliebt, in der Backstube zu sein und heimlich meinen eigenen Teig zu machen. Ich habe immer im Brotkorb neben dem Ofen geschlafen – und konnte trotz des Trubels um mich herum (oder gerade deswegen) friedlich schlummern. Auch heute kann ich nur noch mit Geräuschkulisse einschlafen. Ich finde, Bäcker ist der genialste Beruf der Welt. Wenn da nicht meine Mehlstaub-Allergie wäre… Dafür bringe ich mich auf anderem Wege in unsere Bäckerei ein: Als Industriekaufmann und ausgebildeter Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk bin ich das Bindeglied zwischen der Zentrale und den Filialen. Hier laufen die Fäden zusammen und daraus ergeben sich unsere Berichte, die frühzeitig bestimmte Entwicklungen aufzeigen, auf die wir dann im Team entsprechend reagieren können. Auch eine spannende Geschichte!“

Mein Antrieb

„Ich habe ein großes Interesse an unserer Geschichte, möchte sie unbedingt fortführen und noch meinen Kindern erzählen. Für unseren Betrieb finde ich es wichtig, dass wir nicht der Größte, sondern der Beste vor Ort sind. Und wir sind auf dem besten Weg dahin. Die Reise des Bäckers von heute geht in Richtung ‚Wohlfühlbäcker‘ – da gilt es auch für uns, mit guten Partnern Wohlfühloasen für Kunden zu schaffen, die Qualität, Freundlichkeit und Ambiente verbinden. Mein persönliches Ziel ist es, meinen Bäckermeister zu machen, das wäre die Krönung!“

Mein Stück heimat

„Dieser Standort, mit der Mühle, der Bäckerei, den Mitarbeitern. Diese Geborgenheit in dieser Atmosphäre von so viel Geschichte und dann noch der Duft von frischgebackenem Brot – deshalb bin ich hier.“

– Martin Jung –